MHKW Burgkirchen

MÜLLHEIZKRAFTWERK

Abfallvermeidung und Wiederverwertung ist das oberste Gebot. Ein Rest bleibt jedoch. Und der muß nach neuesten gesetzlichen Vorschriften behandelt und unschädlich gemacht werden. Der Abfallwirtschaftsverband ist neben den Landkreisen Altötting, Mühldorf, Traunstein, Berchtesgadener-Land und anteilig Rosenheim dem 1984 gegründeten Zweckverband Abfallverwertung Südostbayern (ZAS) angeschlossen.

Aufgabe des ZAS ist es, "den aus dem Bereich seiner Verbandsmitglieder zugeführten nicht vermeidbaren und stofflich nicht verwertbaren Abfall bei geringstmöglicher Belastung der Umwelt zu verwerten, weiter zu behandeln, bzw. zu entsorgen."

Hierfür wurde vom ZAS das Müllheizkraftwerk (MHKW) Burgkirchen mit einer Jahreskapazität von 200.000 to errichtet, das seit Mitte Februar 1994 in Betrieb ist. Dem AWV Isar-Inn steht hiervon ein Kontingent von jährlich 51.000 to an nicht vermeidbaren bzw. nicht verwertbaren Abfällen zur Verbrennung zur Verfügung. Bei der Verbrennung des Abfalls werden organische Schadstoffe zerstört, anorganische Schadstoffe herausgefiltert und die nicht wiederverwertbaren Reststoffe auf ein geringstmögliches Volumen reduziert und mineralisiert. Bei einer Ausgangsmenge von 1000 kg Müll verbleiben lediglich rund 7 % (70,5 kg) des Ausgangsgewichtes bei nur etwa 4 % des Ausgangsvolumen zu deponieren, ca. 18 % (178 kg) können in Form von Schrott, Reinschlacke und Salz verwertet werden. Der zusätzliche energetische Nutzen über die Wärme/Kraft Kopplung ist dabei ein willkommener Nebeneffekt. Die Energie von 1000 kg Müll ersetzt 250 Liter hochwertiges Heizöl.