Verwertung des Biomülls

Der Abfallwirtschaftsverband Isar-Inn betreibt keine eigenen Anlagen zur Verwertung von Biomüll. Er lässt seinen Biomüll in einer externen Vergärungsanlage mit ausreichender Kapazität verarbeiten. Zur Zeit wird der Biomüll aus dem AWV - Verbandsgebiet in dem Erdenwerk Maier OHG einer Trockenfermentation zugeführt.

 

Kurzbeschreibung Verwertung von Bioabfällen 
  
Die eingesammelten Bioabfälle werden in der Bioabfall-Umladestation Malgersdorf auf die Transportfahrzeuge der Firma Maier OHG umgeladen und in die Verwertungsanlage in Aham/Eiselfing transportiert. 
 
Bei der Anlieferung in der Verwertungsanlage werden die Bioabfälle von groben Störstoffen befreit. Der Bioabfall wird in der Trockenfermentationsanlage im Garagenverfahren vergoren. 
 
Das mit einem Radlader eingebrachte Material befindet sich 28 Tage in einem Fermenter. Das Material wird mit Perkolat (Bakterienlösung, die im Kreislauf verwendet wird) über Düsen an der Decke geimpft. Durch die Bakterien im Perkolat wird ein Teil des Bioabfalls zu Biogas umgewandelt. Mit dem Biogas werden Motoren betrieben, die mit einem Generator verbunden sind. Der angetriebene Generator erzeugt Strom, der ins Stromnetz eingespeist wird. Die beim Betreiben des Motors erzeugte Wärme wird zum Beheizen der Anlage und der Betriebsgebäude verwendet. 
 
Der Teil, der nicht in Biogas umgewandelt werden kann, wird nach 28 Tagen aus der Anlage entnommen. Diese Gärreste werden mit geschreddertem Grüngut aufgemischt und in Dreiecksmieten unter Dach kompostiert. Damit die Kompostierung schnell vorangeht, wird das Material einmal pro Arbeitstag mit einem Umsetzfahrzeug bearbeitet. Hierbei wird das Gemisch aus Gärresten und Häckselgut zerkleinert, belüftet und noch vorhandene Störstoffe aussortiert. 
 
Mittels der Belüftung durch die Umsetzvorgänge wird den Bakterien in den Dreiecksmieten Sauerstoff zugeführt. Mithilfe des Sauerstoffs können die Bakterien die organischen Substanzen abbauen, hierdurch erhitzt sich das Material und der Hygenisierungsprozess wird eingeleitet.  
 
Sofern die Hygienisierung abgeschlossen ist und der Kompost den Anforderungen des Fachverbands bayerischer Komposthersteller entspricht, wird er mittels Sternsiebanlage fraktioniert und durch Windsichteranlagen, Magnetbänder und Steinfalle von verbliebenen Störstoffen getrennt. Der feine Kompost dient dem Erdenwerk als Ausgangsstoff vieler Substrate. Ebenso kann er als Bodenverbesserer eingesetzt werden. Die aussortierten, verbrennbaren Störstoffe werden thermisch verwertet, mineralische Störstoffe werden in Deponien fachgerecht entsorgt. 
 
Durch die stoffliche Verwertung von Bioabfall als Kompost, ist ein idealer Kreislauf geschaffen. 

  

Erdenwerk Maier OHG

 

 Das Bild zeigt das Erdenwerk Maier OHG mit Trockenvergärung, Nachkompostierung und Erdenmischanlage in der Gesamtansicht.