Wir über uns

Der Abfallwirtschaftsverband Isar-Inn (AWV Isar-Inn), als öffentlich rechtlicher Entsorgungsträger (ÖrE) zuständig für die Landkreise Rottal-Inn und Dingolfing-Landau, wurde 1975 als Zweckverband Abfallbeseitigung Isar-Inn gegründet. Gleichzeitig erfolgte die Inbetriebnahme der Hausmülldeponie Malgersdorf. 
Die Fläche des Verbandsgebietes beträgt 2159 km². Bei ca. 210 000 Einwohnern in 46 Gemeinden ist die Bevölkerungsdichte mit ca. 97 Einwohner pro km² relativ gering. Dies hat auch direkte Auswirkungen auf die Abfallwirtschaft.

Mit der Namensänderung des "Zweckverbandes Abfallbeseitigung" in "Abfallwirtschaftsverband Isar-Inn" wurde 1990 ein grundlegend neues Abfallwirtschaftskonzept erstellt. Den gesetzlichen Vorgaben entsprechend organisierte man u.a. auch eine Abteilung "Abfallberatung". Die Prinzipien für die Abfallwirtschaftspolitik des AWV lauten:
1. Abfall vermeiden
2. Abfall verwerten
3. Restabfall schadlos entsorgen

Seit 1990 wurden insgesamt ca. 45 Millionen € in eine moderne Abfallwirtschaft investiert:
- 42 Wertstoffhöfe und -inseln
- 30 Kompostplätze
- 290 Depotcontainerstandorte
- Einführung der Biotonne
- Sanierung der Deponie Malgersdorf
- Neubau der Deponiekläranlage
- Einführung der Papiertonne

Im Jahre 1992 schloss der AWV Isar-Inn mit der Dualen System Deutschland GmbH einen Leistungsvertrag, der die Sammlung und Verwertung der Verkaufsverpackungen mit den 'Grünen Punkt' über die Wertstoffhöfe und die dezentralen Glas-, Papier- und Dosencontainer regelte. Zwischenzeitlich bestehen Vereinbarungen mit 10 Dualen Systemen und die Erfassung der Verkaufsverpackungen über die Wertstoffhöfe im so genannten Bringsystem ist bis Ende 2017 vertraglich gesichert.

Mit der Inbetriebnahme des Müllheizkraftwerkes Burgkirchen im Jahre 1994, welches mit seiner Rauchgasreinigung die strengen gesetzliche Grenzwerte deutlich unterschreitet, wurde ein wesentlicher Bestandteil des Abfallwirtschaftskonzeptes umgesetzt und die Ablagerung unbehandelter bzw. nicht-inerter Abfälle auf der Deponie Malgersdorf eingestellt.

1997 führte der AWV die Biotonne flächendeckend im Verbandsgebiet ein. In geschlossenen Kreisläufen werden mit Hilfe des Vergärungsverfahrens aus Bioabfällen wertvoller Dünger und Energie in Form von Strom und Wärme erzeugt. Bei einer Anschlussquote von ca. 40 % an die Biotonne werden jährlich mehr als 9.000 t Biomüll vergärt.

Um eine massive Erhöhung der Hausmüllgebühren zu verhindern und auch die nicht-privaten Abfallerzeuger an den Vorhaltekosten der Abfallbeseitigung zu beteiligen, hat der AWV im Jahre 1999 sein Gebührensystem auf Grund- und Leistungsgebühren umgestellt. Die Abfallgebühren konnten damit bis 2006 stabil gehalten werden. Zum  01.01.2007 wurden die Gebühren dann im Mittel um 16% gesenkt. Eine weitere Gebührensenkung erfolgte zum 01.07.2010 um rund 20%. Zum dritten Mal in Folge wurden die Gebühren ab 01.10.2012 wiederum deutlich gesenkt.

Seit 2002 ist der Abfallwirtschaftsverband mit seinen Wertstoffhöfen und der Deponie Malgersdorf als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert. In jährlich wiederkehrenden Audits wird dabei der Betrieb der verschiedenen Anlagen laufend überwacht und optimiert.

In 2008 wurde die gebührenfreie Papiertonne flächendeckend auf freiwilliger Basis, das heißt ohne Anschlusszwang eingeführt. Im Verbandsgebiet nutzen ca. 70 % der Haushalte diesen Service. Mit der Papiertonne und den Containern an den Wertstoffhöfen werden jährlich ca. 17.000 t Altpapier erfasst und verwertet.

2009 wurden die Restmülltonnen auf ein Leihsystem umgestellt. Alle drei Gefäßarten für Restmüll, Biomüll und Altpapier werden den Bürgern ohne Leihgebühr zur Verfügung gestellt. Seit April 2010 erfolgt zudem die Zustellung und Abholung aller Abfallbehälter (Restmüll-, Biomüll- und Altpapiertonne) zum bzw. vom Grundstück für die Bürgerinnen und Bürger gebührenfrei.