Allgemeines zur Problemmüllsammlung
In jedem Haushalt entstehen im Jahr nur 2-4 kg Problemabfälle. Ins Gewicht fallen die Problemabfälle jedoch nicht wegen ihrer Menge, sondern wegen ihrer Vielzahl an Schadstoffen. Produkte mit umweltgefährdenden Stoffen dürfen auf keinen Fall in die Restmülltonne oder über das Abwasser entsorgt werden. Bereits kleinste Mengen Problemabfälle können Mensch und Umwelt großen Schaden zufügen, wenn sorglos mit ihnen umgegangen wird. Das Bayerische Abfallgesetz und die Satzung des AWV Isar-Inn schreiben deshalb eine getrennte Erfassung und Entsorgung von Problemabfällen vor.

Vermeiden vor Entsorgen!
Im Interesse der Umwelt ist vor allem bei Problemabfällen das Vermeiden der beste Weg. Mit einfachen Maßnahmen können Sie damit die Umwelt schonen:
- verzichten Sie im Garten, auf dem Balkon und bei Zimmerpflanzen auf giftige Pflanzenschutzmittel.
- benutzen Sie statt Wegwerfbatterien wiederaufladbare Akkus oder noch besser solarbetriebene Geräte wie z.B. Uhren, Taschenrechner, Radios usw.
- verwenden Sie lösungsmittelfreie Lacke, Farben und Anstriche.
- verwenden Sie im Haushalt nur umweltfreundliche Reinigungsmittel; ersetzen Sie aggressive Abflussreiniger durch Saugglocke und Rohrspirale, Backofensprays durch feuchte Lappen und giftige Entkalkungsmittel durch Entkalker aus Essig, Essigessenz oder Zitronensäure.
- benutzen Sie Pumpzerstäuber ohne Treibgas anstatt Spraydosen.
- verzichten Sie weitestgehend auf Holzschutzmittel und setzen Sie auf bauliche Schutzmaßnahmen.
- benutzen Sie quecksilberfreie Digitalthermometer, die den Vorteil haben nicht brechen zu können.
Folgende Stoffe werden bei den Problemmüllsammlungen des AWV Isar-Inn kostenlos angenommen:
- PCB-haltige Kleinkondensatoren < 1 kg
- Quecksilberhaltige Abfälle (Schalter, Thermometer)
- Spraydosen mit Inhalt
- Feste fett- und ölverschmierte Betríebsmittel, tropfend (Ölfilter, Kraftstofffilter, Ölschlämme, mineralölhaltige Fette)
- Altlacke, Altfarben (flüssig, nicht ausgehärtet); keine Wandfarben
- Lösemittel, Lösemittelgemische, Verdünner (Reinigungsbenzin, Pinselreiniger, Kaltreiniger, Fleckentferner, Frostschutzmittel, Bremsflüssigkeit)
- Leim- und Klebemittel, nicht ausgehärtet
- Haushaltsreiniger mit Gefahrstoffsymbol
- Entwicklerbäder, Fixierbäder, Laborchemikalienreste, Gifte
- Pflanzenschutz-, Schädlingsbekämpfungs- und Holzschutzmittel
- Säuren, Laugen, Abbeizmittel, Salze, Ammoniak (Salmiak)
- Altöl (Motoren- und Getriebeöl); Besser Rückgabe im Fachhandel: Rücknahmeverpflichtung
- Feuerlöscher (max. 2 Stück)
Achtung! Nicht angenommen werden:
- Altreifen (zurück zum Reifenhändler)
- Autobatterien (Verkaufsstelle, Kfz-Werkstätten oder Schrotthandel)
- Dispersionsfarben (ausgetrocknet zum Hausmüll)
- nicht tropfendes Leergebinde wie leere Kanister, Eimer usw. (Hausmüll)
- Munition, Sprengkörper, Feuerwerkskörper, andere pyrotechnische Artikel (zur Polizei)
- völlig ausgehärtete Farben und Lacke (Hausmüll)
- Druckgasflaschen
- asbesthaltige Abfälle (Abfallberatung 08721/9612-0) anrufen
Die Termine der Problemmüllsammlungen sind getrennt nach den Landkreisen Rottal-Inn und Dingolfing-Landau aufgelistet.
Damit Ihr Abfall nicht zum Problem wird, bitten wir Sie Folgendes zu beachten:
Problemabfälle
müssen in Ihren ursprünglichen Behältnissen und unvermischt gesammelt
werden, damit keine gefährlichen chemischen Reaktionen ausgelöst werden.
Problemabfälle müssen direkt dem Fachpersonal übergeben werden und
dürfen nie vor oder nach der Sammlung öffentlich abgestellt werden. Dies
würde eine große Gefahrenquelle - insbesondere für spielende Kinder
- darstellen. Die angelieferten Gebinde (Kanister, Eimer, Dosen, usw.) sollen, wenn möglich, 20 l bzw. 20 kg nicht überschreiten.
Hinweis:
Batterien, Akkus und Energiesparlampen werden an jedem Wertstoffhof angenommen. Leuchtstoffröhren werden nur an den Wertstoffhöfen der Städte und Märkte angenommen.
Wohin mit gewerblichem Problemmüll?
Haushaltsübliche Kleinmengen bis 20 kg bzw. 20 l aus Gewerbe- oder Dienstleistungsbetrieben werden bei der Problemmüllsammlung kostenlos angenommen. Ab einer Menge von mehr als 2.000 kg/Jahr ist der "Abfallerzeuger" gegenüber dem Landesamt für Umwelt nachweispflichtig und für die ordnungsgemäße Entsorgung selbst verantwortlich. Wir bitten Sie, hier ein geeignetes Abfalltransportunternehmen zu beauftragen. Adressen von Entsorgungsanlagen und geeigneten Transporteuren sowie Auskünfte über die ordnungsemäße Entsorgung von Problemabfällen aus Gewerbebetrieben können bei der Abfallberatung des AWV Isar-Inn unter Tel. 08721/9612-0 eingeholt werden.
Mindermengen zwischen 20 und 2.000 kg/Jahr aus Dienstleistungs- und Gewerbebetrieben können ausschließlich bei den Problemmüllsammlungen in den Wertstoffhöfen der 5 Städte (Dingolfing, Landau, Eggenfelden, Pfarrkirchen, Simbach/Inn) des Verbandsgebietes abgegeben werden. Die Abgabe ist gebührenpflichtig!
Die Entsorgungsgebühr beträgt mit Ausnahme von quecksilberhaltigen Abfällen und PCB-haltigen Kleinkondensatoren pauschal 1,50 € je kg (ausführliches Info-Blatt Nr. 3 "Sondermüll aus Gewerbebetrieben" kann unter downloads eingesehen und ausgedruckt werden).
Betriebe, die diesen Service des AWV Isar-Inn nutzen, werden darauf hingewiesen, dass für die Anlieferung der Problemabfälle die Gefahrgutverordnung Straße (GGVS) zu beachten ist! Betriebe, die mehr als 2.000 kg/Jahr an den Wertstoffhöfen anliefern und somit nachweispflichtig sind, müssen dem zuständigen Landesamt für Umwelt gemeldet werden.
Laborchemikalienreste aus Schulen, Apotheken oder vergleichbaren Einrichtungen können nur nach Voranmeldung beim AWV Isar-Inn unter Tel. 08721/9612-0 angenommen werden.